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Erst denken / recherchieren, dann publizieren / posten.” Diesen Satz möchte man liebend gern einigen Redaktionen dieser Republik und unzähligen aktiven Netzwerkern entgegen brüllen, wenn wieder einmal absoluter Schwachsinn verbreitet wird. Gerade in den letzten fünf Jahren kam mir dieser Satz oft in den Sinn. “Unfassbar” ist meist der zweite Gedanke, wenn ich mir dann die Inhalte einiger Artikel oder Beiträge genauer anschaue.

Ja, ich gebe zu, ich bin ein Überschriftenleser. Großen Lettern und reißerisch aufgemachten Inhalten zu entkommen, ist in dieser medialen Welt kaum möglich. Ganz nach Springer-Art und der Hascherei nach Klicks und Aufmerksamkeit, wird mir jeder Promifehltritt, jeder angebliche Skandal und jede vielversprechend provokant klingende dpa-Nachricht präsentiert und von den Medien ausgeschlachtet. Völlig unabhängig von Wahrheitsgehalt und inhaltlichem Nutzen. Dass den meisten Redaktionen das Geld und das Personal fehlt, um Veröffentlichungen zu prüfen, ist bekannt. Dass dies kein Hindernis darstellt, Seiten zu füllen, belegen die journalistischen Fähigkeiten und die Qualität der Artikel. Sie sind vielerorts buchstäblich nicht existent. Raus geht, was Geld bringt, eine breite Masse anspricht und dem Chefredakteur passt. Da das Geschäft schnelllebig ist und das Geschwätz von heute, morgen uninteressant sein könnte, wird immer irgendeine Sau durchs Dorf getrieben. Immer! Mal kürzer, mal länger. Ob dies gerechtfertigt ist, oder nicht, spielt keine Rolle.

Entgegen anderer Nachrichtenkonsumenten sind für mich Überschriften und Meldungen zunächst Worte und Meinungen, statt Gegebenheiten und Wahrheit. Abgesehen von neutral bestätigten Fakten und nachweislichen Ereignissen, möchte ich mir, sofern mich ein Thema interessiert, noch immer eine eigene Meinung bilden dürfen. Mit eigener Recherche und unabhängigen Quellen. Und das tue ich. Sofern möglich. Zweifel und Skepsis schwingen bei solchen Bewertungen immer einher. Das hat mich mein Elternhaus und mein Dasein als ehemaliger DDR-Bürger gelehrt: Glaube nie nur einer Seite. Egal mit welchen massiven Mitteln diese Seite agiert. Das habe ich mir bewahrt und bin selten schlecht damit gefahren.

Was mich zu meinem Thema führt: der Dampfe, oder E-Dampfe. Leider in den Medien und einigen Köpfen noch immer "E-Zigarette" genannt. “Fängt der schon wieder damit an?” werden sich jetzt einige fragen. “Lass uns doch damit in Ruhe!” Sorry! Ich kann nicht anders. Was hier passiert, betrifft uns alle. Ich beschreibe grob, wie eine Obrigkeit ohne jegliche Notwendigkeit, ohne begründeten Nachweis aus ideologischen und finanziellen Interessen unsere Grundrechte und unsere Freiheit angreift und diese unterdrückt. Und das, ohne breiten Widerstand. Meine letzten Artikel zum Thema handelten noch von der Theorie und ersten Maßnahmen. Nunmehr haben wir die Gewissheit, dass die Verantwortlichen bis zum letzten Schritt gehen werden. Die absolute Verbannung der E-Dampfe als Ziel. Wenn nicht bald die Justiz eingreift, wird ein vorläufiges Ende besiegelt sein und WHO, Pharma- und Zigarettenindustrie reiben sich Hände. 

Was habe ich mit deiner dusseligen E-Zigarette zu tun? Ist mir doch egal, wenn die verboten wird! Mich betrifft es sowieso nicht” Diesen Konsens lese und höre ich häufiger. Und ich kann ihn zum Teil auch nachvollziehen. Die Dampfe und die Nutzer solcher Geräte sind kein Thema der breiten Masse. Was würden die selben Leute solcher Kommentare jedoch tun, würde es um ihr Auto, um Werte des eigenen Wohlstands, um bevorzugte Lebensmittel oder um ihre Genussmittel gehen, die ihnen lieb und teuer sind? Was, wenn ihnen der Staat, eine Staatengemeinschaft oder eine andere agierende machtvolle Institution ohne zwingenden Grund Verbote und einschneidende Einschränkungen auferlegen würde? Und das nur aus Eigeninteresse, oder der Motivation nahestehender Gruppen.

Die E-Dampfe ist bei der Bewertung solcher Szenarien nur eines vieler Beispiele, die in Zukunft auch auf andere Bereiche unseres Lebens ausgeweitet werden können. Das Prinzip zur Verbannung der “E-Zigarette” lässt sich auf fast jeden Aspekt unseres Alltags kopieren. Warum? Weil es hervorragend funktioniert! Der wissbegierende Leser kann sich gern dem Thema Snus, einer rauchfreien Tabakvariante, widmen. Hier wurde auf ähnliche Weise erfolgreich agiert. Ein Verbot (mit Ausnahme von Schweden) existiert bereits seit vielen Jahren EU-weit. Der Weg ist einfach: Zunächst wird Angst verbreitet und eine Meinung kreiert. Diese wird mantraartig wiederholt, bis sie in den Köpfen der Menschen und Verantwortlichen verankert ist. Später folgen Einschränkung, Diskriminierung und Verbot auf Basis der Veröffentlichungen. Am Ende kann man ohne Widerstand Zensur und Verfolgung ausüben. Ein nicht im Thema stehender Bürger wird keine Maßnahmen in Frage stellen. Dieses Prozedere ist bekannt, anpassbar und erprobt. Um es zu verdeutlichen, gehe ich ein wenig ins Detail:

Seit mehr als zehn Jahren gibt es die sogenannte “E-Zigarette”. Die Bezeichnung, die einst verständlich erklären sollte, wie die Geräte genutzt werden, ist genau genommen irreführend und falsch. Eine E-Dampfe hat mit der Zigarette soviel zu tun, wie Apfelsaft mit Wodka. Sie ist keine Zigarette. Es handelt sich weder um ein Tabakprodukt, noch findet hier ein Verbrennungsprozess statt. Dass diese Namensgebung ein großer Fehler war, zeigt sich heute in vielen Aktionen der Gegner. Diese nutzen bewusst und konsequent den Begriff “E-Zigarette”, um Assoziationen zu einer Thematik herzustellen, die schlichtweg nicht vorhanden sind. Bereits mit dem Auftauchen der ersten Geräte begannen Anti-Tabak-Aktivisten dagegen vorzugehen. Ohne zu wissen, was sie eigentlich bekämpfen.

Mit der rasanten Verbreitung und steigender Nutzerzahlen wurde auch die Wissenschaft aufmerksam. Neben hunderten bekannten wissenschaftlichen Abhandlungen zu einzelnen Inhaltsstoffen der benötigten Liquids, wurden ab zirka 2008 erste direkte Studien zur “E-Zigarette” veröffentlicht. An dieser Stelle sollte man berücksichtigen, aus welcher Motivation heraus, diese wissenschaftlichen Arbeiten entstanden sind. Bis auf wenige Ausnahmen, waren es zunächst die Gegner und Zweifler, die ihre Vermutungen beglaubigt sehen wollten, die "E-Zigarette" sei gleich Tabakzigarette. Die Annahme, ein Beweis der Schädlichkeit müsse Ergebnis der Untersuchungen sein, bestätigte sich nicht. Bereits in meinen Artikeln Der Krieg der Giganten von 2014 und Im Abgrund wohnt die Wahrheit von 2015 führte ich diese Sachlage aus. Bis heute, auch Jahre nach meinen Ausführungen und vielen Studien mehr gilt: Eine Schädlichkeit und ein gesundheitliches Risiko durch die “E-Zigarette” konnten nicht belegt werden. Sowohl für den dampfenden Nutzer, als auch für den unbeteiligten Dritten. Sogenanntes Passivdampfen ist nachgewiesenermaßen nicht existent. Allein deshalb wäre ein breites Interesse wünschenswert, da viele Kinder und Passivraucher vor Schaden bewahrt werden könnten. Und mehr noch: die Forschung hält die E-Dampfe für eine der größten Chancen der letzten Jahrzehnte, den Tabakkonsum zu bekämpfen und die öffentliche Gesundheit zu stärken. Diese Erkenntnis und schätzungsweise mehr als 400 direkte Studien zur Dampfe kommen zu diesem klaren und eindeutigen Ergebnis. Leider weicht das erheblich von den Wunschvorstellungen der Gegner ab. Ein immer wieder gern zitierter Satz in den Medien belegt deren Dilemma: "die Experten sind sich uneins...". Ein Trugschluss. Dass das Gegenteil der Fall ist, da sich die wahren Experten sehr wohl zur Beurteilung der E-Dampfe einig sind, wird gern unterschlagen.   

Ich wiederhole: Wir sprechen hier nicht von Vermutungen, Theorien oder persönlichen Meinungen. Wir sprechen von Ergebnissen und der Einschätzung einer seriösen weltweiten wissenschaftlichen Forschung! Seither gehören viele hochrangige, führende Wissenschaftler der Tabak- und Nikotinforschung zu den Befürwortern der E-Dampfe. Für die Gegner zwar ein Ärgernis, aber kein Hinderungsgrund ihre Bemühungen, die Dampfe zu verbannen, einzuschränken. Der erste Schritt ihres perfiden Feldzuges war, die umfangreiche Datenlage zu verleugnen. “Es gibt ungenügend Studien und Untersuchungen, um eine Einschätzung zu geben” hört und liest man seit Jahren. Die zweite Phase galt der Meinungsmache und dem Manipulieren der Wahrheit. Neben der Ignoranz zur Wissenschaft, begann man absonderliche Theorien und Konstrukte zu ersinnen, die weitreichend, vor allem über die wichtigsten Nachrichtenagenturen verbreitet wurden. Unsummen, womöglich teils öffentliche Gelder, wurden hierfür aufgebracht. Man behauptete gern das Gegenteil, was die Forschung darlegte. In aller Regelmäßigkeit findet sich der Ausspruch, dass man nicht wisse, was in „E-Zigaretten“ enthalten sei. Garniert wurden diese Aussagen mit absurden Totschlagargumenten, wie den fehlenden Langzeitstudien oder höchst dramatischen Beschreibungen, wie dem “Chemiekaliengemisch”. Absurd! Seit Markteinführung haben sich die Bestandteile der sogenannten Liquids, dem Verbrauchsstoff der Dampfe, nicht geändert. Vier an der Zahl, optional fünf mit Nikotin. Nach über zehn Jahren wissen die Herrschaften angeblich nicht, wogegen sie vorgehen? Respekt! Zu den Langzeitstudien sollte man wissen, dass diese aus humanitären Gründen nie durchgeführt werden. Diese müssten mit Nichtrauchern, ohne Vorbelastung durchgeführt werden. Das Chemiekaliengemisch ist am Ende sogar witzig, weil fast alles was ich zu mir nehmen kann, ein solches ist. Jede Limonade, jede Tomatensuppe, selbst die Banane oder der Joghurt. Ein weiteres gern genutztes Argument waren Aussagen, dass eine mögliche Schädlichkeit durch die E-Dampfe nicht ausgeschlossen werden kann. Das sagt auch die Wissenschaft. Trotz der gängigen Praxis, dass einem Produkt zunächst eine Schädlichkeit nachgewiesen werden muss, bevor man es einschränkt oder verbietet, forderte man das Gegenteil: den absoluten Nachweis einer Unschädlichkeit. So vorsorgend und rational dieser Ruf auch klingen mag, er ist berechnend, perfide und dumm. Der Gegnerschaft, wie auch der Wissenschaft ist klar, dass dieses Ansinnen nie erfüllt werden kann. Weder bei der E-Dampfe, noch bei jedem anderen Lebensmittel, Genussmittel oder jedem noch so kleinen Aspekt unseres Lebens und unserer Umwelt. Nichts, rein gar nichts auf dieser Welt ist unbedenklich oder unschädlich. Den rationalen Weg, Wahrscheinlichkeit gegen Unwahrscheinlichkeit aufzuwiegen, schloss man kategorisch aus.

Um auch der emotionalen Ebene Raum zu geben, wurden in der Argumentation als dramatische Krönung die “armen” Kinder herangezogen, denen der Einstieg zum Rauchen mit der “E-Zigarette” erleichtert wird. Dieser Aspekt zieht bei fast jedem fürsorglichen Elternteil. Denkt an die Kinder!!!! Dass man zum Schutze der Jugend, den eigenen Gesetzen nicht traut, finde nicht nur ich, mehr als wunderlich. Tatsächlich wurden auch dazu diverse Studien durchgeführt, die klar belegen, dass die Dampfe genau das Gegenteil darstellt. Keinen Einstieg, sondern den Ausstieg aus dem Tabakkonsum. Der dritte Schritt des Plans war den sogenannten Experten vorbehalten. Nicht dass jemand denkt, jetzt kommt tatsächlich die Wissenschaft zum Zuge. Nein! Um die konstruierten Horrorszenarien und erdachten Theorien in die Welt zu entlassen, haben sich einige Gegner selbst zu Experten für “E-Zigaretten” ernannt. Sie hielten ihr Gesicht gern in jede Kamera, die etwas zum Thema einfangen wollte. Zusätzlich engagierte man ein paar Statisten mit weißem Kittel, um den eigenen Aussagen die nötige Legitimation zu geben. Je mehr Informationen die Medien brauchten, umso öfter wiederholten die immer gleichen “Experten” ihre Vermutungen, Phrasen und Einschätzungen, umhüllt von vielen Konjunktiven, bis niemand mehr nach einer Grundlage oder irgendeinem Beweis ihrer Aussagen fragte. Diese Aussagen hatten selten etwas mit Wissenschaft zu tun.

Bis dahin war alles reine Theorie. Zugegeben, sie war effizient. Das Bild der Dampfe schlug ins Gegenteil – vom Segen zur Bedrohung. Die immer größer werdende Community der dampfenden Aktivisten, versuchte vieles ins Reine zu bringen, um den Schaden zu begrenzen. Man verwies auf die Wissenschaft und deren Studien. Man fragte öffentlich, warum kein Forscher der tatsächlich existenten weltweiten Experten je eine große öffentliche Plattform bekam. Selbst viele kritische Medienformate scheuten sich, das Thema aufzugreifen. Viele engagierte Dampfer investierten viel Zeit, um auf Zeitungsartikel zu reagieren, um Politiker anzuschreiben und um Aufklärung zu betreiben. Am Ende wurden solche Versuche nur abgetan. “Die Nikotinjunkies, die Bezahlkommandos der E-Zigaretten-Lobby, die Spinner verteidigen ihre Sucht” hieß es, “mit Scheinargumenten und einer lobbybeeinflussten Pseudowissenschaft wollen sie uns beeinflussen”. Uns wurde sogar eine enge Verbindung zur Tabaklobby nachgesagt. Dass kaum einer auf die Idee kam, unsere Aussagen zu überprüfen, wundert mich bis heute. Mark Twain sagte einmal „Es ist einfacher die Leute zu täuschen, als sie davon zu überzeugen, dass sie getäuscht wurden.“ Und damit trifft er den Kern. Die Gegnerschaft hatte einen Sieg auf allen Ebenen errungen. Das Thema Dämonisierung beziehungsweise Angstverbreitung und Meinungsbildung war abgehakt. Jedem Beteiligten wurde ein Platz zugeordnet. Die Gegner als Retter, die Medien als dumme Multiplikatoren, das Volk als Meinungsempfänger, die Wissenschaftler als nicht existent und die Dampfer als nervende, süchtige Spinner. Wem man aber tatsächlich schadet, und dieser ist bisher nirgends aufgetaucht, ist der Raucher. Er wird das Opfer sein. Ihm nimmt man mit dieser Vorgehensweise eine Möglichkeit, der Tabaksucht zu entkommen. Er wird es sein, der an raucherbedingten Folgen erkranken und womöglich auch vorzeitig sterben wird.

Die Folgepunkte des Masterplans sind mittlerweile in Arbeit, beziehungsweise bereits umgesetzt. Der Wunsch nach Einschränkung fand nach dem “Trial And Error-Prinzip” statt. Man versuchte zunächst, die Dampfe in die Apotheke zu verbannen. Selbst Frau Pötschke-Langer vom DKFZ (eine der Schlüsselfiguren im Kampf gegen die Dampfe), stellte bis dahin öffentlich fest: „gegen die normale Zigarette, die eine solche Giftlast darstellt, stellt eine E-Zigarette ein vergleichsweise harmloses Produkt dar“ oder “es ist ethisch nicht vertretbar, Konsumenten das geringere Risiko rauchloser Tabakprodukte im Vergleich zum Rauchen zu verschweigen.” Bis dahin ging man noch davon aus, der Pharmaindustrie ein zukünftig milliardenschweres Geschenk machen zu dürfen. Nachdem einige Gerichte in Europa und den USA diesen Plan torpedierten und klarstellten, dass es sich bei der “E-Zigarette” nicht um ein pharmazeutisches Produkt handelt, versuchte man es auf der Tabakschine. In der EU wurde zum April 2014 eine neue Tabakrichtlinie verabschiedet. In dieser findet sich seither in Artikel 20 die “E-Zigarette” als artfremdes Nichttabakprodukt. Einschränkend und schärfer geregelt, als die eigentliche Tabakzigarette. Die Mitgliedstaaten hatten bis zum 20.05.2016 Zeit, diese in nationales Recht umzusetzen. Diese Richtlinie ist jedoch nur die Mindestvorgabe, die von den Mitgliedstaaten bis hin zum Totalverbot verschärft werden kann. Über die abstrusen, zum Teil sinnlosen und willkürlichen Beschränkungen möchte ich hier nichts ausführen. Dazu gibt es genügend Material im Internet. Die USA, in diesem Fall die Behörde für Lebens- und Arzneimittel (FDA) mit dem Pharma-Lobbyisten Mitchell Zeller an der Spitze des Center for Tobacco Products, hat es sich im letzten Monat noch einfacher gemacht. Sie hat die Technik der Dampfe und die benötigten Liquids kurzerhand selbst zum Tabakprodukt erklärt und verboten. GlaxoSmithKline, Hersteller von Nikotinersatzprodukten, wird für diesen Schritt ihrem ehemaligen Angstellten Mr. Zeller sicher dankbar sein. Mit einer Übergangsfrist dürfen in den USA bisherige Gerätschaften und Zubehör nur noch bis 2018 verkauft werden. Da sich einige Regierungen in der EU ein Hintertürchen bei der Übernahme und der Verabschiedung dieser Gesetze offen gelassen haben, wird es zusehends weitere umfangreiche Einschränkungen und Verbote geben. Die tabak- und rauchfreie Dampfe ist plötzlich ein tabaknahes Erzeugnis, beziehungsweise ein vollwertiges Tabakprodukt. So einfach entledigt man sich einem ungeliebten Thema.

Ich bin nunmehr seit knapp fünf Jahren dabei. Während dieser Zeit habe ich eine Menge an Aktivitäten mitbekommen. Ich habe erlebt, wie finanzstarke Industriezweige und ideologisch gesteuerte Institutionen ohne Skrupel agieren und gleichzeitig die Politik für ihre Zwecke einspannt. Ich bin entsetzt und sprachlos über soviel Ignoranz, Kalkül und Kaltblütigkeit. Wenn man sich allgemein politische Entscheidungen ansieht, kann man einigen Abgeordneten in ihrer Arbeit durchaus Desinteresse, Unwissenheit oder lobbyistische Beeinflussung attestieren. Ja, Fehlentscheidungen wird es aus Mangel an Information immer geben. Ob mit oder ohne Absicht. Aber ganz sicher nicht im Zusammenhang mit den fatalen Beschlüssen zur E-Dampfe. Fast jeder Politiker in Deutschland, der EU, den USA und anderen Ländern ist durch uns, durch die vernetzte und gut informierte Community aufgeklärt worden. Sie sind zudem häufig und öffentlich von der Wissenschaft aufgefordert worden, ihre Fehleinschätzungen zu korrigieren. Sie sind mit Fakten, Studien und wissenschaftlichen Arbeiten regelrecht überschüttet worden. Ein Blick darin, oder eine Einladung beteiligter Wissenschaftler hätten genügt, um Ungereimtheiten aufzudecken oder Unsicherheiten auszuräumen. Stattdessen ignorierte man solche Einwände und warf uns vor, dass zu viele “ähnlich gestaltete” Informationen die Postfächer der Abgeordneten unnötig füllten. Die Politik fordert immer wieder die Menschen auf, aktiv mit zu wirken. Wenn diese dann dem Aufruf folgen, sind sie plötzlich Spammer, Lobbyisten und sogenannte Astroturfs.

Ich bin kein Freund von Verschwörungen. Eher das Gegenteil. Ich amüsiere mich gern, wenn mir Aluhutträger aus meinem Umkreis etwas von Chemtrails, der Neuen Weltordnung oder den Illuminaten erzählen wollen. Klar, man kann und sollte skeptisch bleiben. Es wird auch immer Ereignisse geben, die Rätsel bleiben, oder Dinge, zu denen man keine umfassenden Informationen erhält. Ob es nun 9/11, die Bilderberger-Konferenz, oder andere zahllose Ungereimtheiten sind, die uns beschäftigen. Der einfachste Weg ist es, hier seinen Verstand einzuschalten und nicht gleich alles, was sich einem verschließt, als Verschwörung abzutun. Auch bei den Aktivitäten um die E-Dampfe wird viel Unsinniges hineininterpretiert. Nur hier muss ich nichts glaskugeln, um der Wahrheit nahe zu kommen. Die größten aktiven Gegner, die WHO und die Pharmaindustrie, sind in ihrem Handeln so ungeschickt vorgegangen, dass viele Aktivitäten öffentlich bekannt wurden. Schon allein deshalb ist es mir ein Rätsel, warum die Politik ihre eigene Glaubwürdigkeit und ihr Versprechen, die Interessen des Volkes zu vertreten, aufs Spiel setzt. Die getroffenen Maßnahmen bestätigen am Ende nur die Demokratiegegner in ihren Aussagen, die Politik sei grundsätzlich gekauft und korrupt. Durch solche Aktionen werden auch die Verschwörungstheoretiker angespornt. Nur mit dem Unterschied, dass es kaum mehr Geheimnisse rund um den Dampf gibt.  

Ganz ehrlich, was soll ich davon halten? Ich sehe hier ein Thema, in dem ich mich persönlich durch viele öffentlich zugängliche Informationen und wissenschaftliche Arbeiten gut auskenne. Und ich sehe auf der anderen Seite, dass politisch aus diesen Informationen kein Nutzen gezogen wird. Eher das Gegenteil. Dieses absolute Versagen führt dazu, milliardenschweren Branchen, wie der Pharma-, oder Zigarettenindustrie, finanzielle Einbußen zu ersparen und die Bedürfnisse einer ideologisch geprägten Institution, der WHO, zu befriedigen. Nicht aber dem eigentlichen Zweck der E-Dampfe: die Menschheit vor Krankheit und Tod zu bewahren, Leben zu retten. Ich möchte keine Rückschlüsse ziehen. Aber wenn ich darüber nachdenke, wie viele Bereiche es gibt, in denen ich mich nicht auskenne, möchte ich mir nicht ausmalen, ob nicht andere politische Entscheidungen in der Vergangenheit getroffen wurden, die ähnlich gegen die Interessen und die Gesundheit des Volkes durchgesetzt wurden. Vielleicht nur noch einen Gedanken dazu: die Schuldfrage. Jeder politisch Agierende sollte eines bedenken: Da die Wahrheit und die Erkenntnisse zur E-Dampfe bereits existent sind, wird es nur eine Frage der Zeit sein, die politischen Fehlentscheidungen und fatalen Versäumnisse offen legen zu müssen. Die Schuldigen, die hier gegen Volksgesundheit und Menschenverstand gehandelt haben, werden nicht die sein, die diese Gesetze und Richtlinien auf den Weg gebracht haben. Sondern die, die gehandelt und diese umgesetzt haben. Prof. Dr. Bernd Mayer, Pharmakologe der Uni Graz äußerte sich dazu öffentlich im Landwirtschaftsausschuss des Deutschen Bundestages: „Und ich sage ihnen eins, wenn ihre Enkelkinder später mal kommen und fragen: Opa, Oma, Uroma, wieso hast du denn damals dagegen gestimmt, sie können nicht sagen sie hätten es nicht gewusst!Quelle

Abschließend möchte ich gern noch einige letzte Worte loswerden. Dieser Artikel ist nicht für die organisierte dampfende Bevölkerung gedacht. Denn diese kennt größtenteils die Probleme und Hintergründe, die uns seit Jahren begleiten. Oft sogar besser, als ich. Ich muss keinen Raucher überreden, mit dem Dampfen zu beginnen. Das steht jedem frei, es selbst zu entscheiden. Ich sehe jedoch immer wieder Handlungsbedarf, um Missverständnisse aufzudecken, Hintergründe zu erklären und auf die Wahrheit hinzuweisen, die öffentlich immer mehr verklärt wird. Mir selbst könnte ein Verbot der Dampfe egal sein, da ich, wie viele andere auch, großzügig vorgesorgt habe. Ich werde kein Problem haben, selbst beim Ausrufen der Prohibition, viele Jahre weiter zu dampfen. Aber meine Sorge gilt all denen, die das aus diversen Gründen nicht können. Die sich, sollten sie weiterdampfen wollen, ihre Utensilien auf einem unkontrolliertem Schwarzmarkt besorgen müssen. Ohne zu wissen, ob Lebensmittelstandarts und eine saubere Herstellungsumgebung gewährleistet wurden. Erst an dieser Stelle könnte eine Gesundheitsgefährdung tatsächlich eintreten. Deshalb ist es wichtig, sich für die Wahrheit zu engagieren und diese zu verbreiten. Auf welchen Wegen auch immer. Wer sich für dieses Thema interessiert und daran zweifelt, sollte recherchieren. Informationen zur Dampfe und dem Kampf verschiedener Gegner finden sich umfassend im Netz. Mehr als einen Denkanstoss kann ich nicht liefern. An all diejenigen, die ihre Umwelt gern und häufig mit seltsamen Postings und der Verbreitung ominöser Artikel über die E-Dampfe zumüllen: Ihr macht Euch lächerlich! Bevor Ihr ein voreiliges Urteil fällt, sprecht Dampfer an, statt über sie zu lästern! Lasst Euch deren Geschichten erzählen. Macht Euch kundig! Überschriften und reißerische Texte in den Medien sind keine Meinung. Menschen mit Doktortiteln, auch wenn sie sich öffentlich in weißen Kitteln auf allen Kanälen präsentieren, müssen nicht immer eine Ahnung von dem haben, was sie sagen. Und Zahnarztfrauen in der Werbung haben ganz sicher keine Ahnung von Zahncremes. Und das Wichtigste: Man sollte in seiner Bewertung grundsätzlich die Verhältnismäßigkeit wahren und bedenken, worum es bei der E-Dampfe geht: Um eine weit weniger schädliche Alternative zum Rauchen. 

 

Danke für´s Lesen!

 

 

lesenswerte Informationsquellen:

LINKS:

Wikipedia - Elektrische Zigarette

IG-ED Interessengemeinschaft E-Dampfen e.V. unabhängiger Verbraucherverein der Dampferinnnen und Dampfer

Rursus.de Der Naturwissenschaftler Jens Mellin hat auf seinen Internetseiten viele wissenschaftliche Informationen zur E-Dampfe bereitgestellt. Unter anderem findet man hier eine umfangreiche Sammlung unzähliger Studien, einen eigenen Blog und autorisierte Übersetzungen diverser Kommentare und Artikel von Prof.Michael Siegel (Boston University) und dem bekannten Anti-Tabak-Aktivisten Clive Bates

Prof. Jean-François Etter (Universität Genf) - Wissenschaftler

Blog des Wissenschaftlers und Arztes Dr. Konstantinos Farsalinos 

Prof. Peter Hajek (Queen Mary University of London) - Wissenschaftler

Blog von Prof.Dr. Bernd Mayer

m.o.v.e. - Aufruf von mehr als 170 Ärzten, Wissenschaftlern und Fachpersonal des Gesundheitswesens zur Förderung der E-Dampfe

2015 wurde ein erstaunlicher Bericht publik, der die "E-Zigarette" deutlich unterstützt und zu dem vorsichtigen Schluss kommt, dass diese zu 95 Prozent weniger schädlich sei, als die herkömmliche Zigarette. Das Erstaunliche an diesem Papier und der Empfehlung, die E-Zigarette als Alternative zum Rauchen einzusetzen ist nicht allein der Inhalt, sondern der Herausgeber. Es war die Gesundheitsbehörde Englands (Public Health England). Der Link dazu befindet sich HIER

DAMPFERFOREN:

ERF - e-Rauchen Forum

Dampfertreff

MEDIEN:

Phil Scheck, einer der bekanntesten deutschsprachigen Youtuber in der Dampferszene - Tipp: die politischen Videos

A Billion Lives Der amerikanische Filmemacher Aaron Biebert, selbst Nichtraucher und Nichtdampfer, hat sich in seinem Dokumentarfilm A Billion Lives mit dem Thema Dampfen auseinandergesetzt und Hintergrundinformationen zusammen getragen. Auf seiner Recherche ist er auf mächtige poltische und finanzstarke Gegner gestossen. Sein Film wurde in den USA sogar schon als Tabakprodukt bezeichnet.

Vape Wave Dokumentarfilm von Jan Kounen aus Frankreich über das Dampfen

Spiegel Artikel 29.04.2016

FAZ Artikel 27.05.2016

Tagesspiegel Artikel 14.09.2016