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Mittlerweile befinde ich mich in einem Alter, in dem man durchaus behaupten kann, die erste Lebenshälfte längst überschritten zu haben. Nicht, dass ich mich alt fühle, aber erste Gedanken dazu beschäftigen mich. In der Pubertät dachte ich noch: Boah, der oder die ist schon dreißig. Sooo alt wirst du wahrscheinlich nicht. Als ich dann tatsächlich das dreißigste Lebensjahr abschloss, bermerkte ich, wie schnell diese Zeit vorüberging. Bis heute behaupte ich ab und zu aus Spaß, ich sei erst 29. Das nimmt mir schon lange keiner mehr ab. Aber ich erinnere mich, dass ich damals mit dem Dreißigsten irgendwie ein Problem hatte. Am Ende stellte ich fest, dass es eine blöde Idee war, mich an diesem Geburtstag so aufzuschaukeln. Denn unaufhörlich rückte auch der Abschluss meines vierten Lebensjahrzehnts in Griffnähe. Ich habe bis dahin bereits eine Menge erleben dürfen, aber die Vorstellung eines erfüllten Lebens sieht dann doch anders aus. Mittlerweile war ich Vater, habe viele musikalische Erfahrungen gemacht und ein wenig von der Welt gesehen. Erlebnisse und Eindrücke habe ich gesammelt, um ein Leben zu leben, dass ich mir vorstellte. Weise bin ich nicht geworden. Auch kann ich nicht von mir behaupten, besonders erwachsen zu sein. Ich schaue noch immer diverse Trickfilmserien, wie Spongebob, oder die Simpsons, benehme mich gern kindisch und erfreue mich an den albernsten Dingen. ... Also irgendwie ist alles wie früher

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Fremd ist zunächst ein Wort. Ein Wort, dass etwas beschreibt, was mir nicht geläufig ist, nicht vertraut, dass außerhalb meines Alltags stattfindet und mit dem ich selten oder nie konfrontiert werde. Das können Menschen sein, Rituale, Essen, Gebräuche, Traditionen oder Umgangsformen. Wie man mit dem Fremden umgeht, muss jeder für sich allein entscheiden. Ob er es annimmt, wenn es ihm begegnet, oder ablehnt. Ich selbst bin in dieser Beziehung recht offen und lasse mich selten von Vorurteilen oder Erfahrungen anderer leiten. Ich möchte selbst entscheiden dürfen, ob mir etwas gefällt, oder nicht, ob ich mich dafür öffne, oder fern bleibe.

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Mit 14 Jahren hatte ich meinen ersten und letzten Vollrausch, inklusive Filmriss. Ich hatte mich für eine Ferienarbeit beworben und fuhr als Hilfskraft in ein Feriencamp. Kost und Logis frei und viele nette Leute um mich. Gegenüber befand sich ein See und wir genossen die frische Luft, da das Camp in einem Wald lag. Viel zu tun hatte ich dort, abgesehen von den ersten Tagen, nicht viel. Ich half dem Hausmeister des Camps Betten, Fahrräder, Tische und Stühle zu reparieren und die Heizungsanlage für das heiße Wasser am Laufen zu halten. Ab und zu musste auch die ein oder andere Glühlampe gewechselt werden. Aber das war es dann auch. In den verbliebenen Tagen dieser zwei Wochen hatte ich viel Freizeit. Die meisten Helfer und Betreuer waren mir bekannt. Wir hatten viel Spass und bekamen am Ende etwas Geld dafür.

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Ich sprach es bereits in anderen Artikeln an. Ich bin ein politisch interessierter Mensch. Seit frühester Jugend. Würde ich beschreiben müssen, wo ich stehe, würde ich mich links von der Mitte einordnen. Mit extremen, utopischen, populistischen oder gar nationalistischen Ansichten kann ich nichts anfangen. Sie sind mir zuwider und manchmal ein Ärgernis, sich damit beschäftigen zu müssen. Ich selbst sehe mich als Europäer mit deutschen Wurzeln und bin begeisterter Anhänger der Vision eines vereinigten Europas. Zudem bin ich seit über siebzehn Jahren Mitglied der ältesten noch bestehenden Partei Deutschlands. Aus Überzeugung, nicht, weil ich aktiv in die Politik gehen wollte.

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Der Deutsche ist genervt und ungeduldig. Das zeigt er immer wieder. Und es muss schnell gehen. Egal wohin ich schaue, egal in welcher Situation ich mich befinde, die Leute um mich herum sind gehetzt, gestresst und haben keine Zeit. Manchmal zeigen sie sogar dabei weder Anstand, Zuvorkommen, Höflichkeit oder Rücksicht.

In Berlin, meiner Heimat ist das Verhältnis zur Freundlichkeit, sagen wir es mal diplomatisch, nicht besonders ausgeprägt. Als durchaus freundlich kann man schonmal ein Brummen werten, statt einer ausgefeilten Pöbelei. Auch ein "Kannste nich kieken" ist noch nett gemeint, wenn man unaufmerksam jemanden anrempelte. Wenn man eine Currywurst bestellt, kommt gern einmal ein "na watt jetzt-mit oder ohne?", sollte man beim Bestellvorgang die Art der Wurst vergessen haben anzuzeigen. Also mit oder ohne Darm. Ohne natürlich, sonst wärs ja keine Currywurst. Ist ja klar, oder? Auch ein langweilig genuscheltes "Zurückbleiben" oder "Nich mit m Fahrrad in´n ersten Wagen" ist bei der U- oder S-Bahn keine Seltenheit, aber gut gemeint.

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Ich bin ein politisch und frei denkender Mensch. Seit frühester Jugend. Ich habe, als geborener DDR-Bürger und Kind liberaler und kritischer Eltern gelernt, abzuwägen, wo die Wahrheit liegt und wo nicht. Der Unterschied zwischen Propaganda, Lüge, Interpretation und Nachrichten war in der DDR oft schmalgradig. Mein Elternhaus lehrte mich, unabhängig zu denken, genau hinzuschauen und nie einer Seite zu glauben. Hinterfrage Dinge, sei neugierig, schau, wer ein Interesse und den Nutzen an mancher Meldung hat, dann weißt Du oft mehr, was dahinter steckt. Das habe ich mir bis heute bewahrt.

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Vorab: Bei folgendem Artikel war ich mir nicht sicher, in welcher Form ich ihn schreiben, oder veröffentlichen werde. Das Thema beschäftigt mich. Auch heute noch. Die ursprüngliche Fassung hatte ich in den Aufzeichnungen zum Musical verfasst. Später war mir klar, dass diese keinen Bezug dazu hatte und schob es beiseite. Wenn ich über die Zeit der DDR spreche, dann zeichne ich ein sehr persönliches Bild meiner Erfahrungen und Eindrücke jener Zeit. Und dieses Bild ist mit sehr vielen positiven Attributen verbunden. Nicht, wie mir bereits vorgeworfen wurde, weil ich etwas verkläre oder schönrede, sondern weil ich wahrscheinlich viel Glück hatte. Mit meinem Umfeld, meiner Erziehung, den Jahren, in denen ich aufwuchs und den verbundenen Erlebnissen.

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