24.10.2006 In den letzten Wochen versuchten wir abermals Autoren in den verschiedenen Internet-Foren zu finden. Es gab einige Interessenten, aber bis heute war kein geeignetes Mitglied dabei. Ich führte Gespräche mit Künstlern, die sich auf meine Anzeige gemeldet hatten. Einige Tage später Jörg ebenso.

Heute bekam ich eine sehr informative Mail eines Regisseurs, mit dem auch ich vor Tagen sprach. Eine Absage, aber inhaltlich aufschlussreich. Ich hoffe, Jörg nimmt sich einige Bedenken, die hier aufgeführt wurden, zu Herzen. Die folgende Mail ist an Jörg gerichtet:

Vorbei. Aus und vorbei. Nein, nicht unser Projekt. Das Jahr 2006. Ich sitze hier und heute, am letzten Tag des Jahres vor meinem Computer und denke nach. In wenigen Stunden fängt ein neuer Kalender an. Die Weihnachtszeit ist wie vorhergesehen vergangen und es kehrt langsam Ruhe ein. Nicht allein in meinem Umfeld, sondern gleichermaßen an unserem Musical. Stillstand möchte ich nicht sagen, eher ein wenig Besinnlichkeit, wenn man es so ausdrücken möchte. Diesen Umstand verdankte ich mehreren Ereignissen.

...keiner macht, was er soll und alle machen mit

Vorbei. Aus und vorbei. Nein, nicht unser Projekt. Das Jahr 2006. Ich sitze hier und heute, am letzten Tag des Jahres vor meinem Computer und denke nach. In wenigen Stunden fängt ein neuer Kalender an. Die Weihnachtszeit ist wie vorhergesehen vergangen und es kehrt langsam Ruhe ein. Nicht allein in meinem Umfeld, sondern gleichermaßen an unserem Musical. Stillstand möchte ich nicht sagen, eher ein wenig Besinnlichkeit, wenn man es so ausdrücken möchte. Diesen Umstand verdankte ich mehreren Ereignissen.

Sie fragen sich, was mich dazu veranlasst, dieses Musical trotz der bisherigen Erfahrungen, Rückschläge und Enttäuschungen weiter voranzutreiben. Das möchte ich auch wissen. Wäre es nicht einfacher gewesen, das Projekt aufzugeben und sich anderen musikalischen Arbeiten zuzuwenden? Bin ich zu träge? Kann man ernsthaft ein Theaterstück schreiben, wenn man gar keine Erfahrung, sondern nur eine Ahnung davon hat? Und um das Wichtigste nicht zu vergessen: mit einem Team, dass aus Menschen besteht, die kaum praktisches Wissen besitzen, das dazu notwendig wäre?

In den Folgetagen zweifelte ich, ob der neue Weg, das Theaterstück selbst zu schreiben, diesmal der richtige war. Nicht des Stückes und der Inhalte wegen, sondern ich zweifelte eher an meiner Durchsetzungskraft und meiner Überzeugung gegenüber Jörg. Unsere ersten Arbeitsstunden hatte ich noch bildhaft im Gedächtnis und zudem ein mulmiges Gefühl, was mich noch erwartete. Ich denke, dass sich hier an diesem Punkt zeigen wird, ob wir eine Chance haben, unser Projekt ernsthaft auf den Weg zu bringen. Wenn diese Arbeit scheiterte, sehe ich kaum noch Möglichkeiten für weitere Schritte. Egal welcher Richtung.

Jetzt, da wir die ersten Seiten schrieben, stellt sich mir die Frage, was den Menschen oder in dem Fall den Zuschauer an Geschichten fasziniert. Wie muss ein Theaterstück aussehen, dass fesselnd genug ist, es erleben zu wollen? In welche Richtung müssen unsere Gedanken gehen, dass eine glaubhafte Erzählung entstehen kann? Reicht eine Analyse erfolgreicher Unterhaltungsmedien aus?

13.03.2007. Seit Wochen sind Jörg und ich dabei das Libretto zu schreiben. Regelmäßig verabreden wir uns, um unser Vorhaben voranzubringen. Den speziellen Feinschliff unserer ersonnenen Dialoge verdrängten wir vorerst. Das kann später geschehen. Das grobe Gerüst muss stehen. Wichtig ist zudem, dass wir vorankommen, dass neue Ideen entstehen und einjeder, der unsere Geschichte liest, sich ein genaues Bild machen kann. Wenn ich ehrlich bin, hätte ich vor einigen Wochen nicht gedacht, dass wir an diesem Punkt je ankommen.

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