Normalerweise nicht im Internet. Sagen wir, nicht oft.

Alles fing harmlos an: Ich bin Musiker und Komponist aus Berlin. Nun sollte man meinen, diese Komponenten allein sind eine ideale Voraussetzung, um zu schreiben. Weit gefehlt. Schreiben war nie mein Metier. Das habe ich anderen überlassen, die es besser können. Daher war ich immer glücklich, in meinem Freundes- und Bekanntenkreis Leute zu kennen, die Songtexte schrieben. Ich bewegte mich klugerweise in meinem Element, an den Instrumenten oder vor dem Mikrofon. Ich interpretierte, was anderen einfiel. Bis zum Jahr 2005 konnte ich nur sehr wenige Texte vorweisen, die meiner Feder entsprungen sind. Und diese waren auch nicht sonderlich erwähnenswert.

Doch genau in diesem Jahr geschahen Ereignisse, die meine Sichtweise für Dinge änderte, meine Fähigkeiten erweiterten und mein Leben umkrempelte. Das erste waren diverse Krankenhausaufenthalte, die meine Zukunft und mein Leben in Frage stellten, das zweite war ein Projekt, dass mich veranlassen sollte, dieses zu dokumentieren. Während ich Seiten füllte, um zum Teil meinen Frust oder die Erlebnisse von der Seele zu schreiben, fielen mir immer weitere Situationen, Themen und Geschichten ein, die zu dieser Dokumentation nicht passen sollten.

Ich stellte bereits in früheren Jahren fest, dass es gut für mich ist, Gedanken, die mich belasten, niederzuschreiben. Ob Positives oder Negatives, war egal. Ich konnte danach wieder besser schlafen und mich am Tage besser auf´s Wesentliche konzentrieren. Nun kam es, wie es kommen musste. Um kein zweites Lesewerk zu beginnen, legte ich mir einen Blog zu und schrieb recht sporadisch auf, was mich beschäftigte. Dieser Blog fristete sein Dasein, über Jahre hinweg, völlig unbemerkt. Ab und an gab es Situationen, die mich veranlassen sollten, diese auch zu veröffentlichen.

Hinzu kamen immer mehr Seiten der Dokumentation und das eigentliche Projekt, dass mich regelrecht zwang, kreative Dialoge, Umschreibungen und Songtexte zu entwerfen und auszuformulieren. Mit der Zeit fand ich buchstäblich immer mehr Gefallen daran.

Ich spielte recht oft mit dem Gedanken, die Dokumentation eines Tages zu veröffentlichen. Ob nun mit oder ohne Abschluss des Projektes. Auf der anderen Seite zeigt sie eine Seite des Künstlerdaseins, die sich mehr mit dem Scheitern beschäftigt, als mit dem Erfolg. Was tue ich also? Meine Inkompetenz und die meiner Mitstreiter öffentlich zu machen? Das Werk einstampfen und die Ereigniise auf sich beruhen lassen? In meinem ehemaligen Blog wollte ich das Thema nicht erörtern, denn es passte nicht zu den anderen Einträgen. Zudem ist es für mich auch eine Gratwanderung, weil ich vielleicht andere, die daran beteiligt sind, verletzen könnte.

Nun jedoch habe ich mich entschieden. Mittlerweile ist der Abstand zu den beschriebenen Situationen so groß, dass ich meine Bedenken überwunden habe. Durch den Aufbau dieser Internetseiten habe ich die Möglichkeit gefunden, das Thema zu separieren, ohne die normalen Blogeinträge einbinden zu müssen.

Über mich: lest den Projekt-Blog :-)

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